«Ganz ehrlich, ich finde meinen Lohn nicht fair.»
Dies sagte kürzlich die Coop-Angestellte Lisa Müller (Name geändert), die 4500 Franken für 100% verdient, in der Lohnserie des «Tages-Anzeiger».
Was aber soll überhaupt ein gerechter Lohn sein? Ist es gerecht, dass die einen mehr, die anderen weniger verdienen? Womit begründen wir ungleiche Löhne? Mit der Leistung? Der Funktion? Selbst die ursprünglich liberale Forderung, dass ein Lohn zum Leben reichen muss, wird nicht mehr von allen Arbeitgebern vertreten. Positionen, welche die offensichtliche Rationalisierung von Ungleichheit bei den Löhnen verändern wollen, haben es schwer. Darüber diskutieren wir mit David Gallusser, Ökonomen und Lohnexperte.
Ist es wirklich undenkbar, dass alle, die ihre Arbeit erledigen, gleichermassen was vom Leben haben?
Gast David Gallusser, Ökonom beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund SGB
Moderation Benjamin Ruch