Normalerweise steht Gregor als erster auf und geht arbeiten. Er bringt Geld für die ganze Familie nach Hause. Am Morgen, an dem die Geschichte anfängt, ist etwas anders. Gregor steht nicht auf, geht nicht zur Arbeit. Er bleibt im Bett. Die Mutter, der Vater und die Schwester hören seltsame Geräusche aus Gregors Zimmer. Gregor hat sich verwandelt. Mutter, Vater und Schwester wissen nicht was tun. Der verwandelte Gregor hat in ihrem Leben keinen Platz. Er stirbt.
Kafka für Kinder? Ja! Die Fragen, die sich aus Kafkas Erzählung ergeben, tauchen zu jeder Zeit, an jedem Ort unseres Lebens auf und stellen sich in jeder Familie, jeder Gesellschaft: Wie gehen wir um mit Unverständlichem, mit Störung, mit Fremdem? Im Stück sitzt das Publikum mitten im Geschehen und erlebt die Geschichte hautnah.
«Käfer» behandelt Themen wie Ausgrenzung, Einsamkeit und Tod. Diese Themen begleiten sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Facetten und Lebenskontexten. Deshalb möchten wir sie nicht tabuisieren, sondern im Theater offen zugänglich machen.
Theater Sgaramusch zielt in «Käfer» nicht auf Traurigkeit, sondern auf Empathie, nicht auf Verzweiflung, sondern auf Möglichkeiten. Das Stück zeigt, dass eine Veränderung nicht bedrohlich ist, sondern eine Bereicherung.
Für eine Welt mit Platz für alle Gregors, eine Welt, in der alle sein können, wie sie sind
Regie Corsin Gaudenz
Spiel Nora Vonder Mühll, Stefan Colombo
Ausstattung Demian Wohler
Sounds Anita Moresi
Support Stückentwicklung Sarah Gailer
Outside eye/Textmitarbeit Dagny Gioulami
Theaterpädagogik Franca Stengl
Produktionslietung Cornelia Wolf
Grafik Remo Keller